|
Jahresbericht 2007 - Betreuungsverein
Im 16. Jahresbericht seit Bestehen des SKFM-Betreuungsvereins legen wir Ihnen
die wichtigsten Informationen aus dem Berichtsjahr 2007 vor.
Der SKFM St. Wendel wird vor allem durch das ehrenamtliche Engagement seiner
Mitglieder getragen. Etwa die Hälfte der Mitglieder sind als ehrenamtliche
Betreuer tätig. Wir beobachten eine zunehmende Belastung durch komplizierter und
aufwendig werdende Sozialsysteme und größerer Verantwortung. Aus diesem Grund
nehmen auch zunehmend Betreuerinnen und Betreuer aus dem familiären Umfeld
unsere Hilfe in Anspruch, ohne die einige nicht mehr in der Lage wären, die
Betreuung weiterzuführen.
Einige Mitglieder stehen als Betreuer zur Verfügung ohne zurzeit konkret
Betreuungen zu führen, manche mussten aus Alters- oder Gesundheitsgründen ihre
bisherige Tätigkeit aufgeben, bleiben aber dem Verein weiterhin „treu“. Andere
fühlen sich dem Verein verbunden, nutzen die regelmäßigen Informationsangebote,
den Gedankenaustausch und unterstützen ihn ideell. Im vergangenen Jahr konnten
wir 22 neue Mitglieder begrüßen.
Herr Rafael Mrugalla hat sein Anerkennungsjahr zum
Dipl.Sozialarbeiter erfolgreich beendet und wurde am 01.Oktober 2007 als
Vollkraft eingestellt. Da Herr Allerchen zum 31.01.2008 in den verdienten
Ruhestand geht, werden dessen Bereiche nun von Frau Spohn und Herrn Mrugalla
übernommen.
Im Jahre 2007 wurden 26 Betreuungen an ehrenamtliche Betreuer
vermittelt. Vier Betreuungen mehr als im Jahre 2006.
In unserer Tätigkeit kooperieren wir mit dem
Vormundschaftsgericht, der Betreuungsbehörde und sozialen Diensten und
Einrichtungen. In Arbeitsgemeinschaften und Gremien vertreten wir den SKFM. In
unserem Landkreis stehen wir im Rahmen von Informationsveranstaltungen und als
Referenten über das Betreuungsrecht und Vorsorgevollmachten vielen Einrichtungen
zur Verfügung.
Für die gute Zusammenarbeit bedanken wir uns an dieser Stelle.
Der SKFM St. Wendel ist ein eigenständiger Verein im
„SKM-Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland e. V.“ und im
„SKM-Katholischer Verein für soziale Dienste - Diözesanverein Trier“, somit auch
Fachverband im Deutschen Caritasverband. Wir sind christlich orientiert und
motiviert, die Mitgliedschaft ist aber nicht an eine Religionszugehörigkeit
gebunden. Unsere Tätigkeit ist ausgerichtet an der Hilfebedürftigkeit von
Menschen, unabhängig von deren ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit.
Mitglieder
|
2006 |
2007 |
|
Mitgliederstand am 01.01. |
234 |
249 |
|
Mitgliederstand am 31.12. |
249 |
271 |
|
Frauen |
158 |
169 |
|
Männer |
91 |
102 |
|
|
|
|
|
Als
Straffälligenhelfer aktiv tätig |
4 |
3 |
|
als
Betreuer aktiv tätig |
115 |
122 |

Vorstand
Dem Vorstand gehören zur
Zeit an:
| Horst Schreiter |
1. Vorsitzender |
| Bernd Walter |
2. Vorsitzender |
| Abt Makarios Hebler |
geistlicher Beirat |
| Wilma Ganz |
Schriftführerin |
| Ferdinand Schmidt |
Schatzmeister |
| Klara Feld |
Beisitzerin |
| Rudi Schmidt |
Beisitzer |
| Ute Spohn |
Beisitzerin |
| Dr. Johannes Engel |
Beisitzer |
| Alois Wilhelm |
Beisitzer |
Geschäftsstelle
Die Geschäftsstelle befindet sich in der Domgalerie,
Luisenstraße 2, in St. Wendel. Im gleichen Gebäudekomplex befindet sich der
Caritasverband mit dem Cafe Jonas und allen anderen Diensten.
Als hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt der SKFM Frau Bärbel
Spohn, Dipl. Sozialarbeiterin (Vollzeit), Herrn Michael Paulus, Bankkaufmann
(halbtags), Herrn Rafael Mrugalla, Dipl. Sozialarbeiter (Vollzeit). Herr Paul
Allerchen, Dipl. Sozialpädagoge, ist noch bis zum 31.01.2008 halbtags für
unseren Verein tätig.
Frau Helga Pieper unterstützt die hauptamtlichen Mitarbeiter als
Verwaltungsmitarbeiterin. Sie ist stundenweise beschäftigt.
|
Veranstaltungen |
2006 |
2007 |
|
Mitgliederversammlung |
1 |
1 |
|
Meditationsnachmittage in der Abtei Tholey |
2 |
2 |
|
Sonstige (Sommerfest in Tholey) |
1 |
1 |
|
Öffentlichkeitsarbeit |
2006 |
2007 |
|
Rundbriefe "BRIEF" (Mitteilungsblatt an alle Mitglieder,
Informationsträger, soziale Institutionen und Multiplikatoren, Auflage:
ca. 440) |
4 |
4 |
|
Pressemitteilungen als Veranstaltungshinweise und Berichte |
26 |
27 |
|
Aktionen (Teilnahme Landesfest
mit eigenem Stand) |
2 |
1 |
Aufgaben nach § 1908 f BGB
(gewinnen, beraten, schulen, betreuen von
ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern und Bevollmächtigten)
|
Ehrenamtliche Betreuungen |
2006 |
2007 |
|
Ehrenamtliche Betreuer im Verein |
115 |
119 |
Der SKFM verfügt momentan über 119 ehrenamtliche Betreuer, die
aktiv eine oder mehrere Betreuungen führen. 47 Betreuer sind außerhalb des
eigenen Familienkreises tätig und betreuen ihnen vorher nicht bekannte Menschen.
72 ehrenamtliche Betreuer führen Betreuungen innerhalb ihres Familien- und
Bekanntenkreises. Wir beobachten zunehmend, dass diese sog. Familienbetreuer
sich immer öfter an den SKFM wenden. Die Ursache vermuten wir im immer
komplizierter werdenden „Alltagsgeschäft“ der Betreuungen.
Weiterhin verfügt der SKFM über einen „Pool“ von 44 Personen,
die den Verein momentan durch Ihre Mitgliedschaft unterstützen und bereit sind,
bei geeigneten „Fällen“, eine oder mehrere ehrenamtliche Betreuungen zu
übernehmen.
|
Vermittlungen |
2006 |
2007 |
|
1. Anfragen zur Übernahme von
Betreuungen im gesamten Jahr |
31 |
55 |
|
2. an Ehrenamtliche vermittelt |
22 |
26 |
|
3. Betreuungen an Vereinsbetreuer
vermittelt |
6 |
25 |
|
4. Betreuung war nicht
erforderlich |
0 |
1 |
|
5. Sonstiges |
3 |
3 |
|
6. Kontakte in der
Vermittlungstätigkeit |
246 |
198 |
Zu 1. Anfragen an den
Verein z. B. durch das Gericht, Betreuungsbehörde, Einrichtungen, andere
Betreuer und Angehörige.
Zu 2. Ehrenamtliche sind
Mitarbeiter des Vereins, auch Familienangehörige, die neu gewonnen werden
konnten. Unter Vermittlung verstehen wir, wenn dem Gericht oder der
Betreuungsbehörde ein Betreuer genannt wird, auch wenn die Bestellung noch nicht
erfolgte.
Zu 4. Die Betreuung ist z.
B. nicht erforderlich, wenn soziale Hilfen gefunden werden, durch die die
Angelegenheiten des Betroffenen geregelt werden können oder der Betroffene
verstirbt.
Zu 5. Hierzu zählt z. B., wenn
die Betreuung vom Gericht abgelehnt oder aufgehoben wurde oder ein
Betreuerwechsel nicht erforderlich war oder die Anfrage nicht von uns vermittelt
werden konnte.
Zu 6. Es sind die persönlichen,
telefonischen, schriftlichen Kontakte mit Personen oder Institutionen, die dem
Ziel dienen, die Betreuung zu vermitteln. Hier sind fast ausschließlich Kontakte
gezählt, die zur Vermittlung Ehrenamtlicher führen, da bei der Vermittlung der
Vereinsbetreuer kaum Vermittlungstätigkeit anfällt.
|
Beratung |
2006 |
2007 |
|
Beratungskontakte (ohne Beratung in der Vermittlung) |
412 |
385 |
Durch zunehmende Bekanntheit des SKFM als Betreuungsverein
werden wir vermehrt wegen Informationen und Beratung angefragt. Es ist nicht
möglich, alle Beratungskontakte zu erfassen. Hier sind nur die dokumentierten
Kontakte angegeben.
49 Beratungen fanden im Rahmen der Information zu
Vorsorgemöglichkeiten und Wahrnehmung von Vollmachten statt. Häufig werden wir
auch von anderen Personen und Institutionen um Rat und Hilfe in
Betreuungsangelegenheiten angefragt
Steigend ist auch der Bedarf an Information und
Unterstützung in Vorsorgeangelegenheiten (Vollmacht, Betreuungsverfügung,
Patientenverfügung). Wir bieten Informationsgespräche an und stellen Broschüren
und Informationshefte zur Verfügung.
|
Fortbildung/Erfahrungsaustausch |
2006 |
2007 |
|
" TREFFs" ( Erfahrungsaustausch in St. Wendel) |
12 |
11 |
|
" TREFFs" in Heimen |
|
5 |
|
Fortbildung mit Referenten |
9 |
6 |
|
Schulung für Betreuer (1 x 6 Veranstaltungen) |
1 |
1 |
Die TREFFs dienen dem Erfahrungsaustausch für Betreuerinnen
und Betreuer unter Anleitung der hauptamtlichen Mitarbeiter. Bei den
Fortbildungen mit Referenten handelt es sich vor allem um Informationen, die im
Zusammenhang mit Betreuungen relevant sind. Es werden vor allem Themen aus dem
sozialen und psychiatrischen Bereich behandelt. Nach wie vor findet die
Schulungsveranstaltung sehr großen Zuspruch.
Die Schulung umfasst 6 Einheiten und bereitet interessierte
Menschen auf eine Tätigkeit als ehrenamtliche Betreuer vor. (Die Schulung wird
vom hauptamtlichen Mitarbeiter des SKFM durchgeführt.)
Im Jahre 2007 fanden zusätzlich zu den „normalen“ TREFFS in
der Domgalerie, fünf TREFFS in Heimen statt um auch interessierten
Menschen, die nicht nach St. Wendel kommen können, dezentral eine Anlaufstelle
bieten zu können.
Die Fortbildungsveranstaltungen werden zum Teil in
Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung angeboten
|
Öffentlichkeitsarbeit |
2006 |
2007 |
|
Referententätigkeit des
hauptamtlichen Mitarbeiters |
8 |
13 |
Die Referententätigkeit außerhalb des SKFM wird überwiegend zu
Themen der Vorsorgemöglichkeiten gewünscht.
Seit 8 Jahren ist unser Verein mit einer eigenen Homepage (http://www.skfm-wnd.de),
die mehrmals jährlich aktualisiert wird, im Internet vertreten. Es stehen dort
Formulare für Betreuung und Vorsorge zur Verfügung.
Aufgaben nach § 7 VBVG
(hauptamtliche Führung von
Betreuungen) |
|
Vom hauptamtlichen Querschnitt-Mitarbeiter geführte Betreuungen |
2006 |
2007 |
|
Im Berichtsjahr insgesamt geführte Betreuungen |
12 |
10 |
|
davon aus den Vorjahren übernommen |
10 |
6 |
|
neue Betreuungen im Berichtsjahr |
2 |
4 |
|
im Berichtsjahr an andere Betreuer übertragen |
3 |
0 |
|
im Berichtsjahr beendete Betreuungen |
2 |
2 |
|
in das neue Jahr übernommene Betreuungen |
7 |
8 |
|
Von den Vereinsbetreuern geführte Betreuungen |
2006 |
2007 |
|
In Berichtsjahr insgesamt geführte Betreuungen |
73 |
93 |
|
davon aus den Vorjahren übernommen |
68 |
57 |
|
neue Betreuungen im Berichtsjahr |
5 |
13 |
|
im Berichtsjahr an andere Betreuer übertragen |
7 |
11 |
|
im Berichtsjahr beendete Betreuungen |
9 |
12 |
|
in das neue Jahr übernommene Betreuungen |
57 |
70 |
Vom SKFM St. Wendel wurden in 2007 über 200
Betreuungen durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
geführt.
|
Zusammenfassung und Ausblick |
Im Jahre 2007 bekam der SKFM 55 Anfragen im Rahmen seiner
Vermittlungstätigkeit. 26 Betreuungen konnten an ehrenamtliche Betreuer
vermittelt werden. Es wird deutlich, dass wegen verschiedener Schwierigkeiten
nicht alle Betreuungen ehrenamtlich geführt werden können und sollen. Wir
bemühen uns aber trotzdem für jede Anfrage zur Übernahme einer Betreuung einen
geeigneten ehrenamtlichen Betreuer zu finden. Sollte dies mal nicht möglich
sein, hat der Verein auch die Möglichkeit, schwierige Betreuungen durch seine
hauptamtlichen Mitarbeiter als Vereinsbetreuungen zu übernehmen.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen
ehrenamtlichen Betreuern für ihr Engagement und ihren Einsatz für die Betreuten.
Eine ehrenamtliche Tätigkeit als Betreuer ist oftmals mit
Widrigkeiten in der Ausübung verbunden. Dieses fängt bei der immer komplizierter
werdenden Gesetzgebung an und endet mit der Notwendigkeit des Betreuers
unangenehme Entscheidungen für den Betroffenen treffen zu müssen.
Ein Betreuungsverein wie der SKFM St. Wendel hat die gesetzliche Aufgabe den
ehrenamtlichen Betreuern Hilfe und Halt zu bieten, sie fortzubilden und
Ansprechpartner und Berater zu sein. Im Rahmen des Erfahrungsaustausches und
diversen Fortbildungsveranstaltungen versuchen wir unsere ehrenamtlichen
Betreuer „auf dem Laufenden“ zu halten und bieten auch Sprechzeiten im Büro oder
telefonisch an.
Die Thematik der Vorsorgemöglichkeiten ist in den letzten
Jahren auf viel Interesse gestoßen. Als Betreuungsverein werden wir darauf sehr
oft angesprochen und stehen als Referenten zur Verfügung.
Immer öfter nehmen wir unsere Aufgabe wahr, auch bevollmächtigte Personen zu
beraten.
Im Vorstand und in der Geschäftsstelle hat sich auch einiges
bewegt.
Frau Hildegard Hüther kann ihre Arbeit als Beisitzerin im Vorstand leider nicht
mehr fortführen. Wir bedanken uns ganz herzlich für ihre Unterstützung und
Arbeit im Vorstand.
Herr Rudi Schmidt wurde als neuer Beisitzer in den Vorstand des SKFM gewählt.
In 2007 war Herr Allerchen nur noch halbtags tätig und wird am
31.01.2008 seinen wohlverdienten Ruhestand antreten. Herr Allerchen hat den SKFM
seit 1992 (mit-) aufgebaut und ist zum großen Teil für den Erfolg und
Bekanntheitsgrad des Vereines im unserem Landkreis (mit-) verantwortlich. Wir
bedanken uns für sein außergewöhnliches Engagement und seinen großen Einsatz für
den SKFM St. Wendel in den letzten 16 Jahren und hoffen, dass er uns auch in
Zukunft als aktives Mitglied und ehrenamtlicher Betreuer „treu“ bleibt.
Der Querschnittsbereich wird ab 01.Februar 2008 jeweils zur
Hälfte von Frau Spohn und Herrn Mrugalla geführt.
Wir vertrauen darauf, dass wir mit Gottes Hilfe und der
Tatkraft der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter auch im Jahr 2008 dem Wohle
der uns anvertrauten Menschen gerecht werden.
St. Wendel, im Januar 2008
|