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Jahresbericht 2006 - Betreuungsverein
Im 15. Jahresbericht seit Bestehen des SKFM-Betreuungsvereins legen wir Ihnen die wichtigsten Informationen aus dem Berichtsjahr 2006 vor.
Der SKFM St. Wendel wird vor allem durch das ehrenamtliche Engagement seiner Mitglieder getragen. Etwa die Hälfte der Mitglieder sind als ehrenamtliche Betreuer tätig. Wir beobachten eine zunehmende Belastung durch komplizierter und aufwendig werdende Sozialsysteme und größerer Verantwortung. Aus diesem Grund nehmen auch zunehmend Betreuerinnen und Betreuer aus dem familiären Umfeld unsere Hilfe in Anspruch, ohne die einige nicht mehr in der Lage wären, die Betreuung weiterzuführen.
Einige Mitglieder stehen als Betreuer zur Verfügung ohne zurzeit konkret diese Tätigkeit auszuüben, manche mussten aus Alters- oder Gesundheitsgründen ihre bisherige Tätigkeit aufgeben, bleiben aber dem Verein weiterhin „treu“. Andere fühlen sich dem Verein verbunden, nutzen die regelmäßige Information, den Gedankenaustausch und unterstützen ihn ideell. Im vergangenen Jahr konnten wir 15 neue Mitglieder begrüßen.
Am 1. Oktober 2006 konnten wir Rafael Mrugalla als Sozialarbeiter im Anerkennungsjahr einstellen.
Erfreulich war, dass wir mehr als doppelt so viele Betreuungen als im Vorjahr an ehrenamtliche Betreuer vermitteln konnten.
In unserer Tätigkeit kooperieren wir mit dem Vormundschaftsgericht, der Betreuungsbehörde und sozialen Diensten und Einrichtungen. In Arbeitsgemeinschaften und Gremien vertreten wir den SKFM.
Für die gute Zusammenarbeit bedanken wir uns an dieser Stelle.
Der SKFM St. Wendel ist ein eigenständiger Verein im „SKM-Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland e. V.“ und im „SKM-Katholischer Verein für soziale Dienste - Diözesanverein Trier“, somit auch Fachverband im Deutschen Caritasverband. Wir sind christlich orientiert und motiviert, die Mitgliedschaft ist aber nicht an eine Religionszugehörigkeit gebunden. Unsere Tätigkeit ist ausgerichtet an der Hilfebedürftigkeit von Menschen, unabhängig von deren ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit.
Mitglieder
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2005 |
2006 |
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Mitgliederstand am 01.01. |
241 |
234 |
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Mitgliederstand am 31.12. |
234 |
249 |
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Frauen |
149 |
158 |
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Männer |
85 |
91 |
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Als
Straffälligenhelfer aktiv tätig |
4 |
4 |
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als
Betreuer aktiv tätig |
116 |
115 |

Vorstand
Dem Vorstand gehören zur
Zeit an:
| Horst Schreiter |
1. Vorsitzender |
| Bernd Walter |
2. Vorsitzender |
| Klara Feld |
Beisitzerin |
| Hildegard Hüther |
Beisitzerin |
| Ute Spohn |
Beisitzerin |
| Dr. Johannes Engel |
Beisitzer |
| Alois Wilhelm |
Beisitzer |
| Abt Makarios Hebler |
geistlicher Beirat |
| Ferdinand Schmidt |
Schatzmeister |
| Wilma Ganz |
Schriftführerin |
Geschäftsstelle
Die Geschäftsstelle befindet
sich in der Domgalerie, Luisenstraße 2, in St. Wendel. Im gleichen
Gebäudekomplex befindet sich der Caritasverband mit Cafe Jonas und allen anderen
Diensten.
Als hauptamtliche
Mitarbeiter beschäftigt der SKFM Bärbel Spohn, Dipl. Sozialarbeiterin, Paul
Allerchen, Dipl. Sozialpädagoge und Michael Paulus, Bankkaufmann (halbtags).
Helga Pieper ist als Verwaltungsmitarbeiterin stundenweise tätig. Seit 01.10.06
ist Rafael Mrugalla als Sozialarbeiter im Anerkennungsjahr angestellt.
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Veranstaltungen |
2005 |
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Mitgliederversammlung |
1 |
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Meditationsnachmittage in der Abtei Tholey |
2 |
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Sonstige (Sommerfest Wendelinushof) |
1 |
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Öffentlichkeitsarbeit |
2005 |
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Rundbriefe "BRIEF" (Mitteilungsblatt an alle Mitglieder,
Informationsträger, soziale Institutionen und Multiplikatoren, Auflage:
ca. 420) |
4 |
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Pressemitteilungen als Veranstaltungshinweise und Berichte |
30 |
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Aktionen ( Katholikentag 24.-28.05.06; Vorstellung in der
Dekanatskonferenz ) |
1 |
Aufgaben nach §1908 f BGB
(gewinnen, beraten, schulen, betreuen von
ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern und Bevollmächtigten)
|
Ehrenamtliche
Betreuungen |
2005 |
2006 |
|
Ehrenamtliche
Betreuer im Verein |
116 |
115 |
|
Von diesen geführte
Betreuungen ca. |
125 |
125 |
Die
ehrenamtlich geführten Betreuungen können nur ungefähr angegeben werden, da wir
über Zu- und Abgänge nicht immer informiert werden. Derzeit führen 44
Betreuerinnen und Betreuer eine und mehrere Betreuungen für ihnen vorher nicht
bekannte Personen. 71 Betreuerinnen und Betreuer führen eine Betreuung innerhalb
der Familie oder des Bekanntenkreises. Eine genaue Statistik über Betreuungen im
Landkreis erstellt die Betreuungsbehörde.
Mehrere
Mitglieder haben sich zur Übernahme von Betreuungen bereit erklärt. Einige sind
auch bereit, zu ihren bisherigen Betreuungen noch eine oder mehrere zusätzliche
Betreuungen zu übernehmen.
Vermittlungen
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2005 |
2006 |
|
1. Anfragen zur
Übernahme von Betreuungen im gesamten Jahr |
49 |
31 |
|
2. davon aus dem
Vorjahr nicht abgeschlossene Anfragen |
1 |
0 |
|
3. neue Anfragen im
Berichtsjahr |
48 |
31 |
|
4. an Ehrenamtliche
vermittelt |
10 |
22 |
|
5. Betreuungen an
Vereinsbetreuer vermittelt (davon eine Ergänzungsbetreuung) |
30 |
6 |
|
6. Betreuung war
nicht erforderlich |
3 |
0 |
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7. Sonstiges |
5 |
3 |
|
8. noch nicht
abgeschlossene Anfragen |
0 |
0 |
|
9. Kontakte in der
Vermittlungstätigkeit |
215 |
246 |
Zu 1. Anfragen an
den Verein z. B. durch das Gericht, Betreuungsbehörde, Einrichtungen, andere
Betreuer und Angehörige.
Zu 4. Ehrenamtliche
sind Mitarbeiter des Vereins, auch Familienangehörige, die neu gewonnen werden
konnten. Unter Vermittlung verstehen wir, wenn dem Gericht oder der
Betreuungsbehörde ein Betreuer genannt wird, auch wenn die Bestellung noch nicht
erfolgte.
Zu 6. Die Betreuung
ist z. B. nicht erforderlich, wenn soziale Hilfen gefunden werden, durch die die
Angelegenheiten des Betroffenen geregelt werden können oder der Betroffene
verstirbt.
Zu 7. Hierzu zählt z. B., wenn die Betreuung vom
Gericht abgelehnt oder aufgehoben wurde oder ein Betreuerwechsel nicht
erforderlich war oder die Anfrage nicht von uns vermittelt werden konnte.
Zu 9. Es sind die
persönlichen, telefonischen, schriftlichen Kontakte mit Personen oder
Institutionen, die dem Ziel dienen, die Betreuung zu vermitteln. Hier sind fast
ausschließlich Kontakte gezählt, die zur Vermittlung Ehrenamtlicher führen, da
bei der Vermittlung der Vereinsbetreuer kaum Vermittlungstätigkeit anfällt.
|
Beratung |
2005 |
2006 |
|
Beratungskontakte
(ohne Beratung in der Vermittlung) |
478 |
412 |
Durch zunehmende Bekanntheit des
SKFM als Betreuungsverein werden wir vermehrt wegen Informationen und Beratung
angefragt. Es ist nicht möglich, alle Beratungskontakte zu erfassen. Hier sind
nur die dokumentierten Kontakte angegeben.
63 Beratungen fanden im Rahmen der
Information zu Vorsorgemöglichkeiten und Wahrnehmung von Vollmachten statt. In
41 „Fällen“ fanden 105 Beratungen (überwiegend an ehrenamtliche Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter in der Führung von Betreuungen) statt. Häufig werden wir auch
von anderen Personen und Institutionen um Rat und Hilfe in
Betreuungsangelegenheiten angefragt
Steigend ist auch der Bedarf an
Information und Unterstützung in Vorsorgeangelegenheiten (Vollmacht,
Betreuungsverfügung, Patientenverfügung).
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Fortbildung /
Erfahrungsaustausch |
2005 |
2006 |
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"TREFF's"
(Erfahrungsaustausch in St.Wendel und Nonnweiler) |
12 |
12 |
|
Fortbildung mit
Referenten |
9 |
9 |
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Schulung für Betreuer
(1 x 5 Veranstaltungen) |
2 |
1 |
Die TREFFs dienen dem
Erfahrungsaustausch für Betreuerinnen und Betreuer unter Anleitung der
hauptamtlichen Mitarbeiter. Bei den Fortbildungen mit Referenten handelt es sich
vor allem um Informationen, die im Zusammenhang mit Betreuungen relevant sind.
Es werden vor allem Themen aus dem sozialen und psychiatrischen Bereich
behandelt. Nach wie vor findet die Schulungsveranstaltung sehr großen Zuspruch.
Wegen geringer Nachfrage wurde zum
Jahresende der Erfahrungsaustausch in Nonnweiler eingestellt. Im kommenden Jahr
werden nun regelmäßig in den Heimeinrichtungen des Landkreises
Erfahrungsaustausch-Treffen angeboten.
An einem überregionalen Betreuertag
des SKM Diözesanvereins am 18. September in Trier nahmen einige Betreuer teil.
Die Fortbildungsveranstaltungen werden
zum Teil in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung
angeboten.
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Öffentlichkeitsarbeit |
2005 |
2006 |
|
Aktionen
(Katholikentag/Vorstellung Dekanatskonferenz |
1 |
2 |
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Referententätigkeit
des hauptamtlichen Mitarbeiters (Betreuungsgesetz und
Vorsorgemöglichkeiten) |
10 |
8 |
Die Referententätigkeit außerhalb des
SKFM wird überwiegend zu Themen der Vorsorgemöglichkeiten gewünscht.
Seit 7 Jahren ist unser Verein mit
einer eigenen Homepage (www.skfm-wnde.de), die mehrmals jährlich aktualisiert
wird, im Internet vertreten. Es stehen dort Formulare für Betreuung und Vorsorge
zur Verfügung.
Aufgaben nach § 7 VBVG
(hauptamtliche Führung von
Betreuungen) |
|
Vom hauptamtlichen
Querschnitt-Mitarbeiter geführte Betreuungen |
2005 |
2006 |
|
Im Berichtsjahr
insgesamt geführte Betreuungen |
16 |
12 |
|
davon aus den
Vorjahren übernommen |
16 |
10 |
|
neue Betreuungen im
Berichtsjahr |
0 |
2 |
|
im Berichtsjahr an
andere Betreuer übertragen |
0 |
3 |
|
im Berichtsjahr
beendete Betreuungen |
6 |
2 |
|
in das neue Jahr
übernommene Betreuungen |
10 |
7 |
Von den Vereinsbetreuern geführte
Betreuungen
|
2005 |
2006 |
|
In Berichtsjahr
insgesamt geführte Betreuungen |
83 |
73 |
|
davon aus den
Vorjahren übernommen |
53 |
68 |
|
neue Betreuungen im
Berichtsjahr |
30 |
5 |
|
im Berichtsjahr an
andere Betreuer übertragen |
5 |
7 |
|
im Berichtsjahr
beendete Betreuungen |
10 |
9 |
|
in das neue Jahr
übernommene Betreuungen |
68 |
57 |
Von 10 an
andere Betreuer übertragene Betreuungen wurden 8 an Berufsbetreuer, 2 an
ehrenamtliche Betreuer vermittelt. 7 Betreuungen wurden durch den Tod der
Betreuten beendet, 4 durch Aufhebung der Betreuung.
Vom SKFM St. Wendel wurden in
2006 über 200 Betreuungen durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter geführt.
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Zusammenfassung und Ausblick |
Im
Jahr 2006 wurden wieder mehr ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer
vermittelt. Hierbei besteht die Bereitschaft, sich auch größeren Anforderungen
zu stellen. Trotzdem stellt sich in Einzelfällen heraus, dass die Betreuungen so
problematisch sind, dass sie ehrenamtlichen Betreuern nicht mehr zugemutet
werden können. In diesen Fällen suchen wir nach entsprechenden Lösungen. An
dieser Stelle muss den ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern, auch denen
die die Betreuung innerhalb der Familie führen, ein großer Dank für ihr
Engagement ausgesprochen werden! Trotz mancher Widrigkeiten, denen sie in
der Ausübung ihres Ehrenamtes begegnen, lassen sie sich nicht entmutigen. Für
sie ist es jedoch wichtig, den Rückhalt, den Erfahrungsaustausch und die
Beratung des Betreuungsvereines in Anspruch nehmen zu können. Trotz der großen
Bereitschaft der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zunehmend
Betreuungen von Berufsbetreuern zu führen, wegen zu großer Verantwortung und
kurzfristiger Übernahme, oft mit einem hohen zeitlichen Aufwand in der
Anfangsphase.
Zunehmend stellen wir fest, dass die Bevölkerung an Vorsorgemöglichkeiten
interessiert ist. Ohne es statistisch belegen zu können, haben wir den Eindruck,
dass Familienangehörige auf Grund von Vollmachten für ihre Angehörigen handeln.
Wir sehen auch in Einzelfällen den Missbrauch von Vollmachten. Wir legen deshalb
in unserer Informationstätigkeit und bei den Beratungen großen Wert, auf die
Gefahren von Vollmachten hinzuweisen, wenn keine absolut vertrauenswürdige
Vollmachtnehmer zur Verfügung stehen.
Am
01.10.2006 hat Rafael Mrugalla sein Anerkennungsjahr bei uns begonnen. Nach
kurzer Einarbeitungszeit wird er zunehmend Betreuungen übernehmen, einige davon
von Frau Spohn und Herrn Allerchen, die jeweils auf Grund der Umstrukturierung
im Verein Betreuungen abgeben mussten.
Der
Querschnittbereich wird ab 2007 jeweils zur Hälfte von Frau Spohn und Herrn
Allerchen geführt, der ab 2007 nur noch halbtags tätig ist.
Die
pauschalierte Vergütung führte dazu, dass sich die Einnahmen aus Vergütungen
etwas verringert haben. Um die Finanzsituation des Vereines stabil zu halten,
müssten zusätzliche Betreuungen übernommen werden. Hier gilt es, trotz
Mehrbelastung noch eine persönliche Betreuung zu gewährleisten, was jedoch wegen
der zeitlichen Einschränkung und der größeren verwaltungstechnischen
Anforderungen immer schwieriger wird.
Wir
vertrauen darauf, dass wir mit Gottes Hilfe und der Tatkraft der haupt- und
ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch im Jahr 2007 dem Wohle der
uns anvertrauten Menschen gerecht werden.
St. Wendel, im Januar 2007 |