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Jahresbericht 2005 - Betreuungsverein
Wir legen Ihnen hier unseren vierzehnten
Jahresbericht seit Bestehen des SKFM-Betreuungsvereins St. Wendel vor. Dabei
beschränken wir uns auf die aus unserer Sicht wesentlichen Informationen.
Der SKFM St. Wendel wird vor allem durch das ehrenamtliche Engagement seiner
Mitglieder getragen. Zunehmend schließen sich uns auch viele Betreuer an, die
innerhalb ihrer Familie Betreuungen führen. Durch dieses Engagement, dem
besonderer Dank gebührt, bleibt unsere Gesellschaft menschenfreundlich und unser
Sozialsystem wird durch ersparte Kosten entlastet.
In diesem Jahr konnten wir wieder 20 neue Mitglieder begrüßen. Durch die
Umstellung auf ein neues PC-Programm haben wir unsere Mitgliederdatei bereinigt
und dabei 27 inaktive Mitglieder nicht mehr übernommen. Somit liegt der aktuelle
Mitgliederstand leicht unter dem des Vorjahres.
Das Jahr 2005 war für uns ein ereignisreiches Jahr mit Umstellungen und großer
Arbeitsbelastung:
-
Ende Februar bezogen wir unsere neuen
Büroräume in der Domgalerie.
-
Zum 1. Juli trat das
Betreuungsrechtsänderungsgesetz in Kraft, in dem u. a. die
Vergütungsabrechnungen geändert wurden.
-
Das bedeutete, dass wir unser elektronisches
Verwaltungssystem auf ein neues Programm umstellen, alle Daten manuell neu
eingegeben werden und die Mitarbeiter sich in das neue System einarbeiten
mussten.
Inzwischen sind wir froh, diese
Herausforderungen größtenteils bewältigt zu haben und bitten im Nachhinein um
Verständnis, wenn es in den Abläufen gelegentlich kleine Pannen gab.
Der SKFM St. Wendel ist ein eigenständiger Verein im „SKM-Katholischer Verband
für soziale Dienste in Deutschland e. V.“ und im „SKM-Katholischer Verein für
soziale Dienste - Diözesanverein Trier“, somit auch Fachverband im Deutschen
Caritasverband. Wir sind christlich orientiert und motiviert, die Mitgliedschaft
ist aber nicht an eine Religionszugehörigkeit gebunden. Unsere Tätigkeit ist
ausgerichtet an der Hilfebedürftigkeit von Menschen, unabhängig von deren
ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit.
Mitglieder
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2004 |
2005 |
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Mitgliederstand am 01.01. |
222 |
241 |
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Mitgliederstand am 31.12. |
241 |
234 |
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Frauen |
156 |
149 |
|
Männer |
85 |
85 |
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Als
Straffälligenhelfer aktiv tätig |
5 |
4 |
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als
Betreuer aktiv tätig |
105 |
116 |

Vorstand
Dem Vorstand gehören zur
Zeit an:
| Horst Schreiter |
1. Vorsitzender |
| Bernd Walter |
2. Vorsitzender |
| Klara Feld |
Beisitzerin |
| Hildegard Hüther |
Beisitzerin |
| Ute Spohn |
Beisitzerin |
| Dr. Johannes Engel |
Beisitzer |
| Alois Wilhelm |
Beisitzer |
| Abt Makarios Hebler |
geistlicher Beirat |
| Ferdinand Schmidt |
Schatzmeister |
| Wilma Ganz |
Schriftführerin |
Geschäftsstelle
Die Geschäftsstelle befindet sich seit
01.03.2005 in der Domgalerie, Luisenstraße 2, in St. Wendel. Im gleichen
Gebäudekomplex befindet sich seit dieser Zeit auch der Caritasverband mit Cafe
Jonas und allen anderen Diensten.
Als hauptamtliche Mitarbeiterin beschäftigt
der SKFM Bärbel Spohn, Dipl. Sozialarbeiterin, als Mitarbeiter Paul Allerchen,
Dipl. Sozialpädagoge (beide ganztags), und Michael Paulus, Bankkaufmann
(halbtags). Helga Pieper ist als Verwaltungsmitarbeiterin stundenweise tätig.
Veranstaltungen
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2004 |
2005 |
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Mitgliederversammlung |
1 |
1 |
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Meditationsnachmittage in der Abtei Tholey |
2 |
2 |
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Sonstige (Sommerfest in Braunshausen) |
1 |
1 |
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Öffentlichkeitsarbeit |
2004 |
2005 |
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Rundbriefe "BRIEF" (Mitteilungsblatt an alle Mitglieder,
Informationsträger, soziale Institutionen und Multiplikatoren, Auflage:
ca. 420) |
4 |
4 |
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Pressemitteilungen als Veranstaltungshinweise und
Berichte |
30 |
30 |
|
Aktionen (Eröffnung neues Büro - „offene Tür“) |
0 |
1 |
10
größere Berichte erschienen über den SKFM in der örtlichen Presse.
Aufgaben nach §1908 f BGB
(gewinnen, beraten, schulen, betreuen von
ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern und Bevollmächtigten)
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Ehrenamtliche Betreuungen |
2004 |
2005 |
|
Ehrenamtliche Betreuer im Verein |
105 |
116 |
|
Von diesen geführte Betreuungen ca. |
135 |
125 |
Weil der Verein nicht immer über die
Beschlüsse des Amtsgerichtes informiert wird, können die ehrenamtlich geführten
Betreuungen nicht exakt ermittelt werden. Die hier angeführten Zahlen beruhen
auf unseren eigenen Erkenntnissen, die jedoch auf Grund der Kontakte zu unseren
ehrenamtlich Tätigen relativ genau sein dürften.
Mehrere ehrenamtliche Vereinsmitglieder sind
bereit, neue Betreuungen zu führen. Nicht immer ist es jedoch möglich,
ehrenamtliche Betreuer zu vermitteln, wenn z. B. die betreute Person selbst, das
Umfeld oder die Aufgabenbereiche zu problematisch sind. In diesen Fällen werden
die Betreuungen von den Vereinsbetreuern übernommen oder das
Vormundschaftsgericht bestellt Berufsbetreuer.
Als ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer
im Verein werden auch Mitglieder geführt, die Betreuungen in der eigenen Familie
führen. Hierbei handelt es sich in der Regel um Betreuer, die die Dienste des
Vereins in Anspruch nehmen und ohne diese Unterstützung möglicherweise die
Betreuung nicht führen könnten.
Vermittlungen
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2004 |
2005 |
|
1. Anfragen zur Übernahme von Betreuungen im gesamten Jahr |
40 |
49 |
|
2. davon aus dem Vorjahr nicht abgeschlossene Anfragen |
0 |
1 |
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3. neue Anfragen im Berichtsjahr |
40 |
48 |
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4. an Ehrenamtliche vermittelt |
17 |
10 |
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5. Betreuungen an Vereinsbetreuer vermittelt
(davon 9 Ergänzungsbetreuungen) |
13 |
30 |
|
6. Betreuung war nicht erforderlich |
2 |
3 |
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7. Sonstiges |
7 |
5 |
|
8. noch nicht abgeschlossene Anfragen |
1 |
0 |
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9. Kontakte in der Vermittlungstätigkeit |
301 |
215 |
Zu 1. Anfragen
an den Verein z. B. durch das Gericht, Betreuungsbehörde, Einrichtungen, andere
Betreuer und Angehörige.
Zu 4.
Ehrenamtliche sind Mitarbeiter des Vereins, auch Familienangehörige, die neu
gewonnen werden konnten. Unter Vermittlung verstehen wir, wenn dem Gericht oder
der Betreuungsbehörde ein Betreuer genannt wird, auch wenn die Bestellung noch
nicht erfolgte.
Zu 6. Die
Betreuung ist z. B. nicht erforderlich, wenn soziale Hilfen gefunden werden,
durch die die Angelegenheiten des Betroffenen geregelt werden können oder der
Betroffene verstirbt.
Zu 7. Hierzu zählt z. B., wenn die Betreuung
vom Gericht abgelehnt oder aufgehoben wurde oder ein Betreuerwechsel nicht
erforderlich war oder die Anfrage nicht von uns vermittelt werden konnte.
Zu 9. Es sind
die persönlichen, telefonischen, schriftlichen Kontakte mit Personen oder
Institutionen, die dem Ziel dienen, die Betreuung zu vermitteln. Hier sind fast
ausschließlich Kontakte gezählt, die zur Vermittlung Ehrenamtlicher führen, da
bei der Vermittlung der Vereinsbetreuer kaum Vermittlungstätigkeit anfällt.
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Beratung |
2004 |
2005 |
|
Beratungskontakte (ohne Beratung in der Vermittlung) |
566 |
478 |
51 Beratungen fanden
im Rahmen der Vorsorgeinformation statt. In 49 „Fällen“ wurden 175 Beratungen
durchgeführt. Überwiegend wird die Beratung und Hilfe den ehrenamtlichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angeboten, vor allem in der Führung der
Betreuung. Darüber hinaus sind wir neben Gericht und Betreuungsbehörde auch
Ansprechpartner für Fragen im Zusammenhang mit Betreuungen und
Vorsorgemöglichkeiten.
Der seit 01.07.05
gesetzl. Auftrag zur Beratung von Bevollmächtigten und zur Erstellung von
Vollmachten hat sich bei uns nicht in besonderer Weise ausgewirkt, da wir diese
Aufgabe schon bislang regelmäßig wahrgenommen haben.
Durch die
Vereinsbetreuer und die Verwaltungsmitarbeiterin ist eine größere Präsenz des
Betreuungsvereins gegeben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen auch für
Beratungen zur Verfügung.
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Fortbildung / Erfahrungsaustausch |
2004 |
2005 |
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"
TREFF's" ( Erfahrungsaustausch in St.Wendel und Nonnweiler) |
13 |
12 |
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Fortbildung mit Referenten |
9 |
9 |
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Schulung für Betreuer (1 x 5 Veranstaltungen; 1 x 2 Veranstaltungen) |
1 |
2 |
Die TREFFs dienen dem
Erfahrungsaustausch für Betreuerinnen und Betreuer unter Anleitung der
hauptamtlichen Mitarbeiter. Bei den Fortbildungen mit Referenten handelt es sich
vor allem um Informationen, die im Zusammenhang mit Betreuungen relevant sind.
Es werden dabei sowohl Einrichtungen vorgestellt als auch Themen aus dem
sozialen und psychiatrischen Bereich behandelt. Nach wie vor findet die
Schulungsveranstaltung sehr großen Zuspruch. In diesem Jahr haben wir deshalb
eine zweite „Kurzschulung“ angeboten.
Die
Fortbildungsveranstaltungen werden zum Teil in Zusammenarbeit mit der
Katholischen Erwachsenenbildung angeboten.
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Öffentlichkeitsarbeit |
2004 |
2005 |
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Aktionen (2005 Eröffnung des neuen Büros - „offene Tür“) |
0 |
1 |
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Referententätigkeit des hauptamtlichen Mitarbeiters (Betreuungsgesetz
und Vorsorgemöglichkeiten) |
10 |
10 |
Seit 6 Jahren ist
unser Verein mit einer eigenen Homepage, die mehrmals jährlich aktualisiert
wird, im Internet vertreten. Es stehen jetzt auch Formulare für Betreuung und
Vorsorge zur Verfügung.
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Aufgaben nach § 7 VBVG
(hauptamtliche
Führung von Betreuungen) |
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Vom hauptamtlichen Querschnitt-Mitarbeiter geführte
Betreuungen |
2004 |
2005 |
|
Im Berichtsjahr insgesamt geführte Betreuungen |
17 |
16 |
|
davon aus den Vorjahren übernommen |
16 |
16 |
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neue Betreuungen im Berichtsjahr |
1 |
0 |
|
im Berichtsjahr an andere Betreuer übertragen |
1 |
0 |
|
im Berichtsjahr beendete Betreuungen |
0 |
6 |
|
in das neue Jahr übernommene Betreuungen |
16 |
10 |
Von den
Vereinsbetreuern geführte Betreuungen
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2004 |
2005 |
|
In Berichtsjahr insgesamt geführte Betreuungen |
60 |
83 |
|
davon aus den Vorjahren übernommen |
48 |
53 |
|
neue Betreuungen im Berichtsjahr |
12 |
30 |
|
im Berichtsjahr an andere Betreuer übertragen |
3 |
5 |
|
im Berichtsjahr beendete Betreuungen |
4 |
10 |
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in das neue Jahr übernommene Betreuungen |
53 |
68 |
10 Betreuungen wurden aufgehoben.1 Betreuung
endete durch Tod. 1 Betreuung wurde an eine ehrenamtliche Betreuerin übertragen,
4 Betreuungen wurden an andere Berufsbetreuer abgegeben.
9 Ergänzungsbetreuungen, meist zur Erstellung
eines Pflegevertrages, sind in der Statistik berücksichtigt.
Insgesamt wurden
innerhalb des SKFM St. Wendel durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter über
200 Betreuungen geführt.
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Zusammenfassung und Ausblick |
Das Jahr 2005 war geprägt durch
Veränderungen: Umzug in ein neues Büro, Betreuungsrechtsänderungsgesetz, neues
Vergütungssystem, neues Computerprogramm.
Durch die Pauschalierung der Vergütung der hauptamtlich geführten Betreuungen
und die Umstellung auf einen anderen Abrechnungsmodus, war unser bisheriges
Computerprogramm überfordert. Es wurde ein neues installiert, in das sich die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einarbeiten mussten. Da die Programme nicht
kompatibel waren, mussten alle Daten manuell eingegeben werden.
Die Pauschalierung der Vergütung zog auch
inhaltliche Veränderungen in der Betreuungsführung nach sich. Die hauptamtlichen
Mitarbeiter müssen, um die Gehälter zu erwirtschaften, mehr Betreuungen führen
als bisher. Das heißt, noch weniger Zeit für die einzelnen Betreuungen zur
Verfügung zu haben. Es können nur noch die wichtigsten Angelegenheiten besorgt
werden, persönliche Kontakte müssen reduziert werden.
Statitistisch machte sich die Pauschalierung
dahingehend bemerkbar, dass erstmals mehr Betreuungen an unsere Vereinsbetreuer
vermittelt wurden (21), während an ehrenamtliche Betreuer „nur“ 10 Betreuungen
vermittelt wurden. Bislang war dieses Verhältnis stets umgekehrt.
Wir bemerken auch, dass die Führung von
Betreuungen schwieriger wird, vor allem durch verwaltungstechnische und
medizinische Entwicklungen. Dies sehen wir auch an dem sehr großen Interesse an
unseren Schulungen, zu denen inzwischen viele Betreuer von Familienangehörigen
kommen um sich über das Betreuungsrecht zu informieren.
Die seit dem Betreuungsrechtsänderungsgesetz
am 01.07.2005 an die Vereine übertragene Aufgabe der Beratung von
Bevollmächtigten und der Beratung bei der Erstellung von Vollmachten, macht sich
nur unwesentlich bemerkbar, da wir auch schon in der Vergangenheit über
Vollmachten informierten und Hilfestellung gaben. Bei der konkreten Erstellung
von Vollmachten dagegen sind wir eher zurückhaltend wegen des hohen zeitlichen
Aufwandes und der unzureichenden juristischen Kompetenz bei komplizierten
Vollmachtserstellungen. In diesen Fällen verweisen wir auf Notare und
Rechtsanwälte. Bei einer überschaubaren Situation bieten wir vorhandene
Formulare des Bundes- und Landesjustizministeriums an und verweisen auf die
Möglichkeit der Beglaubigung durch die Betreuungsbehörde. In unseren Schulungen
bieten wir nunmehr auch Informationen für Bevollmächtigte an.
Ein hoher Beratungsbedarf besteht bei
Patientenverfügungen. Hier bieten wir Informationen, Beratung und Literatur an.
Eine gesetzliche Grundlage kam im Berichtsjahr noch nicht zu stande. Derzeit
wird dies im Bundestag beraten. In unseren Beratungen weisen wir auf die
Tragweite von Patientenverfügungen hin. Wir empfehlen die individuelle
Auseinandersetzung mit diesem Thema und die Erstellung einer ganz persönlichen
Verfügung nach eingehender Beratung, auch mit dem Hausarzt.
Nach einem anstrengenden Jahr mit
Veränderungen werden wir die Neuerungen in die Praxis umsetzen und an unsere
Zielsetzungen anzupassen versuchen. Eine Herausfordung wird dabei unser Anspruch
sein, weiterhin Betreuungen an Ehrenamtliche zu vermitteln und die persönliche
Betreuung in der Vereinsbetreuung auch nach zeitlicher Einschränkung nicht zu
vernächlässigen.
Um nach der von der Bundesregierung in
Auftrag gegebenen Evaluation die Entwicklung bewerten zu können, beteiligen wir
uns an der Erhebung des beauftragten Forschungsinstituts.
Mit Gottes Hilfe und der Tatkraft der
ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mit-arbeiter sind wir
zuversichtlich, die an uns gestellten Aufgaben auch 2006 zum Wohle der uns
anvertrauten Menschen zu bewältigen.
St. Wendel, im Januar 2006 |